| Xynthia wütet im Westerwald |
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| Geschrieben von Marc Zeitz | |
| Montag, 1. März 2010 | |
Sturm mäht Bäume massenweise um - Straßen gesperrt - Strom und Telefone fallen aus - Hilfskräfte im DauereinsatzSturmtief Xynthia hat der Polizei, Feuerwehren und Mitarbeitern der Stromversorgung im Westerwaldkreis einen arbeitsreichen Sonntag verschafft. Quer liegende Bäume und Stromausfälle waren über Stunden hinweg ein riesiges Problem. WESTERWALDKREIS. Umgestürzte Bäume, Stromausfälle und teilweiser Zusammenbruch der Telefonleitungen - Polizei, Feuerwehren und Autobahnmeistereien waren gestern kreisweit im Dauereinsatz. Sturmtief Xynthia wütete über den Wipfeln des Westerwaldes. Einige Orte waren zeitweise von der Umwelt abgeschnitten. Verletzte gab es bis zum Abend glücklicherweise keine, auch keine größeren wetterbedingten Unfälle. Im Minutentakt gingen bei den jeweiligen Polizeiinspektionen Notrufe
ein. Bäume fielen auf Straßen und auch auf Autos. Wie die Polizei
Westerburg mitteilte, war der obere Westerwald am frühen Abend schwer zu
befahren. "Nur noch die B 255 Richtung Herborn ist frei", so ein
Beamter. Die B 54 und die B 414 waren gesperrt sowie eigentlich alle
Strecken, an denen Nadelbäume stehen - so rigoros fasste ein
Polizeibeamter aus Hachenburg die Situation zusammen. Im südlichen
Kreisteil war es kaum besser. Hillscheid und Kammerforst waren zeitweise
von der Außenwelt abgeschnitten. Axel Simonis, stellvertretender
Kreisfeuerwehrinspekteur, sagte der WZ: "Wir versuchen, die Rettungswege
freizuhalten. Die Zufahrten fallen aber immer wieder zu." Er lobte das
umsichtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer, die vernünftig fuhren und -
wenn möglich - daheim blieben. Simonis stellte sich aber auf einen
langen Dienst ein. Denn am späten Nachmittag wurde die Unwetterwarnung
für den Kreis noch einmal verlängert.Die Polizeiautobahnstation hatte ebenfalls mit umgestürzten Bäumen zu kämpfen. Autobahnmeisterei und Wehren versuchten, die Fahrbahnen freizuhalten. Eine Vollsperrung der A 3 und der A 48 im Bereich Westerwald konnte vermieden werden, einzelne Fahrbahnen aber mussten immer wieder gesperrt werden. Betroffen war vor allem der Abschnitt Deesener Berg auf der A 3 zwischen Sessenhausen und Ransbach-Baumbach. Dort musste die rechte Spur für längere Zeit gesperrt werden, nachdem innerhalb weniger Stunden acht Bäume vom Wind umgeknickt waren und die Fahrbahn blockierten. Ein Autofahrer fuhr gegen einen umgestürzten Baum, er blieb aber unverletzt. Gegen Abend kam der Winterdienst des Landesbetriebs Mobilität den Kräften zu Hilfe. Auch der Strom fiel in vielen Orten aus. Zwischen Ailertchen und Höhn war unter anderem eine Starkstromleitung gerissen. Auch an der Autobahn bei Mogendorf waren drei Bäume in eine Hochspannungsleitung gefallen - Funken sprühten, eine gefährliche Situation. Die Mitarbeiter der Kevag waren den ganzen Tag über gefordert. Ohne "Saft" waren unter anderem Heiligenroth, Hillscheid, Eitelborn, Ransbach-Baumbach, Ebernhahn, Teile von Westerburg und Langenbach. (cam) Westerwälder Zeitung vom Montag, 1. März 2010, Seite 9. |
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Sturm mäht Bäume massenweise um - Straßen gesperrt - Strom und Telefone fallen aus - Hilfskräfte im Dauereinsatz
Im Minutentakt gingen bei den jeweiligen Polizeiinspektionen Notrufe
ein. Bäume fielen auf Straßen und auch auf Autos. Wie die Polizei
Westerburg mitteilte, war der obere Westerwald am frühen Abend schwer zu
befahren. "Nur noch die B 255 Richtung Herborn ist frei", so ein
Beamter. Die B 54 und die B 414 waren gesperrt sowie eigentlich alle
Strecken, an denen Nadelbäume stehen - so rigoros fasste ein
Polizeibeamter aus Hachenburg die Situation zusammen. Im südlichen
Kreisteil war es kaum besser. Hillscheid und Kammerforst waren zeitweise
von der Außenwelt abgeschnitten. Axel Simonis, stellvertretender
Kreisfeuerwehrinspekteur, sagte der WZ: "Wir versuchen, die Rettungswege
freizuhalten. Die Zufahrten fallen aber immer wieder zu." Er lobte das
umsichtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer, die vernünftig fuhren und -
wenn möglich - daheim blieben. Simonis stellte sich aber auf einen
langen Dienst ein. Denn am späten Nachmittag wurde die Unwetterwarnung
für den Kreis noch einmal verlängert.